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Domspatz-Soirée am 4. September 2015 zur Familiensynode - mit Prof. Dr. Andreas Wollbold, Sr. Michaela Mayer ISA und Rainer Beckmann

Datum: Freitag, 4. September 2015, 19:30 bis 21:30 Uhr
Ort: Kulturzentrum Movimento, Neuhauser Straße 15, 80331 München

Ehe und Familie aus christlicher Sicht - Hintergrund und Bedeutung der Familiensynode

Prof. Dr. Andreas WollboldProf. Dr. Andreas Wollbold Mit Spannung sehen viele Menschen innerhalb und außerhalb der katholischen Kirche der zweiten Phase der Familiensynode entgegen. Von 4. bis 25. Oktober 2015 geht es in Rom um Berufung und Mission der Familie in der Kirche und der heutigen Welt. Wird die katholische Weltkirche Ehe und Familie neu definieren? Wird sie "aus Barmherzigkeit" oder wegen der "heutigen Lebenswirklichkeit" mit Menschen, die andere Vorstellungen von Ehe und Familie leben, anders umgehen als bisher? Oder wird es ihr gelingen, das christliche Ehe- und Familienbild neu und überzeugend zu begründen, klarer herauszustellen, worin das Wesen des Ehe-Sakraments besteht, wozu der Schöpfer die Familie eigentlich berufen hat? Wird Sie die Sehnsucht nach einer Gesellschaft wecken können, in der viele Menschen das christliche Familien-Ideal überzeugend leben?

Der Münchner Pastoraltheologe Andreas Wollbold hat diese Fragen tiefer durchdacht als viele andere und die Diskussion in jüngster Zeit durch bahnbrechende Vorschläge befruchtet. Zusammen mit ihm begegnen wir Schwester M. Michaela Meyer ISA, die im Kloster Brandenburg/Iller "Treffen für Menschen in Trennung, Scheidung, Wiederverheiratung und Witwenschaft" ins Leben gerufen hat und dem bekannten Richter und engagierten Lebensrechtler Rainer Beckmann, der vor kurzem, auch aus persönlicher Betroffenheit heraus, das Buch Das Evangelium der ehelichen Treue: Eine Antwort auf Kardinal Kasper veröffentlicht hat.

Unsere Soirée bietet die seltene Gelegenheit, Klarheit in einer heillos erscheinenden Debatte zu gewinnen, die Freude an den ewigen Wahrheiten über Ehe und Familie neu zu entdecken und die Bedeutung der Familiesynode tiefer zu erfassen. Herzliche Einladung!


Buchcover Wollbold Prof. Dr. Andreas Wollbold, geboren 1960, ist Priester des Bistums Trier. Er studierte in Trier, München, Rom, Poona (Indien) und Notre Dame (USA). Von 1997 bis 2003 wirkte er als Professor für Pastoraltheologie und Religionspädagogik an der Universität Erfurt. Seit 2003 ist er Professor für Pastoraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Einem breiteren Publikum bekannt wurde Professor Wollbold durch sein 2013 erschienenes Buch Die versunkene Kathedrale (mit Vorwort vom Präfekten der Glaubenskongregation, Kurienkardinal Prof. Dr. Gerhard Ludwig Müller). Es geht aus von einer bretonischen Legende: Eine wundervolle Kathedrale ist vom Meer verschlungen worden. Doch eines Tages sei sie wieder aus dem Meer emporgestiegen, schön wie am Tag ihrer Weihe. Der Titel stammt aus den Préludes von Debussy, der diese Legende vertont hat. Genau dies möchte der Autor mit dem Buch erreichen: den in den Fluten der Moderne teilweise untergegangenen christlichen Glauben in seiner Vollkommenheit und Schönheit wieder vor aller Augen erstrahlen zu lassen.

Cover Pastoral mit wiederverheirateten Geschiedenen Aktuell zur Familiensynode veröffentlichte Wollbold im Februar das Buch Pastoral mit wiederverheirateten Geschiedenen: Gordischer Knoten oder ungeahnte Möglichkeiten? Fachkundig bestätigt der Autor die bereits vor vielen Jahren von Kardinal Ratzinger geäußerte Vermutung, viele kirchlich geschlossene "Ehen" seien aufgrund mangelnden Ehe-Verständnisses ungültig und entwickelt daraus einen weiterführenden Ansatz zur Seelsorge an zivilrechtlich Geschiedenen.


Sr. M. Michaela MayerSr. M. Michaela Mayer Aufgrund der häufigen Scheidungen gibt es immer mehr Katholiken, deren Ehen zivilrechtlich geschieden werden, die aber an der kirchlichen Ehelehre festhalten wollen. Vor allem für sie gibt es im Kloster Brandenburg/Iller Treffen für Menschen in Trennung, Scheidung, Wiederverheiratung und Witwenschaft. Diese Treffen leitet Schwester M. Michaela Mayer ISA gemeinsam mit Waltraut Sennewald vom deutschen Zweig der Gemeinschaft Famille Solitude Myriam. Anliegen der aus Kanada stammenden Gemeinschaft ist es, "Menschen nach Trennung, Scheidung, Witwenstand oder in Einsamkeit, Mut zu machen und beizustehen." Die Gemeinschaft veranstaltet im Kloster Brandenburg regelmäßig Seminare unter Leitung von Domherr Christoph Casetti unter dem Motto: Getrennte, Geschiedene, Wiederverheiratete - Die Kirche liebt Euch!


Rainer BeckmannRainer Beckmann Rainer Beckmann, ist 1961 geboren und hat vier Kinder. Von 1992 bis 1995 war er Staatsanwalt in Nürnberg und Würzburg, danach Referent für Strafrecht und öffentliches Recht in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Von 1997 bis 2000 arbeitete Beckmann als Staatsanwalt in Würzburg. Seither ist er dort Richter am Amtsgericht.

Beckmann ist außerdem Dozent an der Palliativakademie des Juliusspitals Würzburg und Lehrbeauftragter für Medizinrecht an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg.Einer breiteren Öffentlichkeit ist der Jurist vor allem als engagierter Lebensrechtler bekannt geworden. Seit 1997 bekleidet er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der Juristen-Vereinigung Lebensrecht e. V.. Seit 2001 ist er als Schriftleiter der „Zeitschrift für Lebensrecht“ tätig. In der 14. Wahlperiode des Deutschen Bundestages diente er als sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission „Recht und Ethik der modernen Medizin“ (2000 – 2002). Von 2003 bis 2005 war er in der 15. Wahlperiode wiederum Mitglied der Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ des Deutschen Bundestages

Rainer Beckmann ist zivilrechtlich geschieden, aber nicht wiederverheiratet. Er lebt nach der Lehre der katholischen Kirche. Er hat das Buch von Kardinal Walter Kasper „Das Evangelium von der Familie“ analysiert und kommt zu dem Ergebnis: „Die Argumentation des Kardinals ist in sich zutiefst widersprüchlich. Er will an der Unauflöslichkeit der Ehe festhalten und gleichzeitig wiederverheiratete Geschiedene praktisch genauso behandeln, wie treu bleibende Ehegatten. Mit seinem neuen Buch Das Evangelium der ehelichen Treue: Eine Antwort auf Kardinal Kasper gibt er die "Antwort eines Betroffenen". Im Geleitwort schreibt Kurienkardinal Dr. Paul Josef Cordes: "Der Autor gibt uns ein Zeugnis, das pastoral dringlich geboten, realistisch und der Heiligen Schrift verpflichtet ist."


Der Eintrittspreis beträgt zehn Euro. Jugendliche bis siebzehn Jahre und Ordensleute zahlen keinen Eintritt. Jeder Interessierte ist eingeladen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir empfehlen aber wegen des begrenzten Platzangebots eine (für Sie unverbindliche) Platzreservierung unter Telefon: 0 83 85 / 9 24 83 37 oder per Mail. Das Kulturzentrum Movimento findet man in der Münchner Fußgängerzone, direkt gegenüber Sankt Michael, Eingang durch die KULT-Passage (früher: Haertle-Passage).

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Jeder Interessierte ist willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir empfehlen wegen des beschränkten Platzangebots aber eine unverbindliche Reservierung. Der Eintritt beträgt in der Regel zehn Euro. Jugendliche bis siebzehn Jahre und Ordensleute haben stets freien Eintritt.

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