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Dr. h.c. Michael Hesemann

Michael Hesemann Dr. h.c. Michael Hesemann, geboren am 22. März 1964 in Düsseldorf, ist Historiker, Bestseller-Autor, Dokumentarfilmer und Fachjournalist für zeit- und kirchengeschichtliche Themen. Er lebt in Düsseldorf und Rom.


Hesemann verbrachte seine Kindheit und Jugend in Neuss, wo er 1983 am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium das Abitur machte. Er studierte Geschichte, Kulturanthropologie, Literaturwissenschaften und Journalistik an der Universität Göttingen und lebt heute in Düsseldorf und Rom. Seine 33 Bücher erschienen in vierzehn Sprachen in einer Weltauflage von fast zwei Millionen Exemplaren. Er recherchiert auch im Vatikanischen Geheimarchiv, zu dem er 2008 die Zugangserlaubnis erhielt. Zudem ist er als Journalist beim Heiligen Stuhl akkreditiert.

1998 untersuchte er mit Genehmigung der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften die angebliche Reliquie der Kreuzesinschrift Jesu, die in der römischen Basilika S. Croce in Gerusalemme verehrt wird. Nachdem sieben israelische Experten für vergleichende Paläografie die Inschrift in Hebräisch, Griechisch und Latein in das 1. Jahrhundert datierten, übergab Hesemann diese Ergebnisse in einer Privataudienz Papst Johannes Paul II.. Auf einer Konferenz an der päpstlichen Lateran-Universität präsentierte er sie 1999 der Öffentlichkeit, ein Jahr später erschien sein Buch Die Jesus-Tafel. Untersuchungen des Papyrologen Carsten Peter Thiede und der römischen Kirchengeschichtlerin Maria-Luisa Rigato bestätigten Hesemanns Studie.

In seinem Buch Die Entdeckung des Heiligen Grals identifiziert Hesemann den Heiligen Gral als den Santo Caliz ( Heiliger Kelch ) von Valencia, der nachweisbar vom 11. bis ins 14. Jahrhundert in dem Pyrenäenkloster von San Juan de la Peña als Reliquie des Abendmahlskelches Jesu Christi verehrt wurde. Für das Erzbistum Valencia beteiligte sich Hesemann an einer interdisziplinären Studie über den Santo Caliz, die anlässlich des Besuches von Papst Benedikt XVI. im Juli 2006 veröffentlicht wurde. Im November 2008 trug Hesemann seine These, dass der "Parzival" historische Ereignisse zum Vorbild hat, auf dem "Ersten internationalen Kongress über den Santo Caliz" vor, zu dem die Katholischen Universität Valencia geladen hatte.

Sein Buch Paulus von Tarsus. Archäologen auf den Spuren des Völkerapostels entstand in Zusammenarbeit mit dem Vatikan-Archäologen Giorgio Filippi und Experten des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen (LKA-NRW). Seit Januar 2008 betreut Hesemann die deutschsprachige Netzseite zum Paulusjahr 2008/2009, das Papst Benedikt XVI. am 28. Juni 2008 eröffnete. Hesemanns Buch kündigte schon ein Jahr zuvor die Öffnung des Paulusgrabes und die Untersuchung der Apostelgebeine an, die Papst Benedikt XVI. am 28. Juni 2009 feierlich bekannt gab.

Ebenfalls seit 2008 berät und vertritt Hesemann die amerikanische Pave the Way Foundation (PTWF) die sich für eine Aussöhnung zwischen Juden und Christen einsetzt. In Zusammenarbeit mit Pater Prof. Dr. Peter Gumpel SJ, dem Relator (Untersuchungsrichter) im Seligsprechungsprozess Papst Pius XII., schrieb Hesemann das Buch Der Papst, der Hitler trotzte, das den Weltkriegs-Pontifex zu rehabilitieren versucht. Im vatikanischen Geheimarchiv stieß er auf bislang unveröffentlichte Dokumente, die eine Nähe Eugenio Pacellis zum Zionismus und seinen Einsatz für die jüdischen Siedler während des Ersten
Weltkriegs, aber auch für die verfolgten deutschen Juden im Dritten Reich belegen.

Im Mai 2009 begleitete er Papst Benedikt XVI. auf seiner historischen Reise ins Heilige Land und recherchierte für sein neuestes Buch, eine archäologische Biografie des Jesus von Nazareth, die im Oktober 2009 erschien. In seinen 2010 veröffentlichten Büchern Das Bluttuch Christi und Auf den Spuren des Grabtuchs von Turin befasst sich Hesemann mit den berühmtesten Reliquien der Christenheit und plädiert für ihre Echtheit. 2011 widmete er sich der Mutter Jesu. In Maria von Nazareth berichtet er, wie er in Israel, Ägypten und der Türkei ihren Spuren nachging und in Rom die älteste Marien-Ikone der Christenheit fand.

Zur Seligsprechung Johannes Pauls II., den er auf einigen seiner Reisen begleitet hatte und mehrfach persönlich begegnet war, gab er im April
2011 eine Biografie herausgeben, zusammen mit Arturo Mari, dem langjährigen Leibfotografen des Wojtyla-Papstes. Zusammen mit Prälat Dr. Georg Ratzinger, dem älteren Bruder Benedikts XVI., schrieb er im gleichen Jahr den Bestseller Mein Bruder, der Papst, der mit einer Gesamtauflage von bislang über 150.000 verkauften Exemplaren in zehn Sprachen übersetzt wurde. Zudem begleitete er Benedikt XVI. auf seiner Deutschlandreise und fungierte als Herausgeber und Kommentator seiner Ansprachen. Sein Einsatz für die Ökumene und die Solidarität mit den diskriminierten Christen im Nahen Osten ließ Hesemann 2012 Jesus in Ägypten. Das Geheimnis der Kopten schreiben, das die geheimnisvolle Welt einer uralten christlichen Tradition lebendig werden lässt. Es erscheint im September 2012.

Hesemanns Arbeit fand Zuspruch auf höchster Ebene und so wurde er von Benedikt XVI. im Oktober 2011 zum fünften Mal in Audienz empfangen.

Michael Hesemann trat im Jahr 2011 beim von Ragg`s Domspatz initiierten Gebetsabend für den Papstbesuch in Berlin, St. Bonifatius, ebenso auf wie bei der von Michael Ragg moderierten Veranstaltung Das katholische Abenteuer in Berlin-Hohenschönhausen. Fürs katholische Radio und Fernsehen sprach Michael Ragg mit dem renommierten Kirchenhistorikermehrfach über die "schwarzen Legenden", mit denen versucht wird, der Kirche am Zeug zu flicken und über die Verleumdungen gegen Papst Pius XII.

Da die Aufklärung über kirchengeschichtliche Themen zu den Schwerpunkten von Ragg´s Domspatz gehören, freuen wir uns sehr, dass uns ein Michael Hesemann als Beirat unterstützt. Gemeinsam planen wir weitere Veranstaltungen und Sendungen.